Die Weimarer Republik im Geschichtsunterricht: Für Demokratie und Republik – seit 1924
Was ist das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold? Die stellv. Bundesvorsitzende Diana Bäse berichtete im Vertiefungskurs Zeitgeschichte (Pöllath) von den vergessenen Verteidigern der Demokratie und Weimarer Republik.
18.11.2025
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde am 22. Februar 1924 in Magdeburg als überparteiliches Bündnis von der SPD, der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und der katholischen Zentrumspartei gegründet. Mit diesem demonstrativen Schulterschluss reagierten die Demokraten auf die zahlreichen Morde sowie die links- und rechtsextremistischen Putschversuche in den Anfangsjahren der Weimarer Republik. Schnell entwickelte sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit mehr als drei Millionen Mitgliedern.
Ab 1931 kämpften Reichsbanner, SPD, Gewerkschaften u.a. in der Eisernen Front gemeinsam gegen die Nationalsozialisten. Nach deren Machtergreifung 1933 wurde das Reichsbanner verboten. Seine Mitglieder wurden verfolgt, mussten ins Exil gehen oder wurden Teil des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Neben fünf Reichskanzlern waren bekannte Mitglieder des Reichsbanners u.a. Philip Scheidemann, Otto Wels, Julius Leber, Kurt Schumacher, Fritz Bauer, Paul Löbe und Theodor Heuss.
In dem Vortrag ging die Referentin darauf ein, welche Potentiale in der Geschichte des Reichsbanners für einen modernen Geschichtsunterricht stecken und informierte die Lehramtstudierenden über die historisch-politische Bildungsarbeit und das Angebot der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Reichsbanneer e.V. für Schulen.

Diana Bäse, stellv. BV Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold