Didaktik der Geschichte
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Veranstaltungen

Historische Stadtführung mit Augmented Reality App

leeres.tablet.1pngAugmented Reality Stadtführung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "1918/2018. Was ist Demokratie? 100 Jahre Revolution und Rätezeit in München"


Mit einer eigens entwickelten App wurden historische Lernorte zu Revolution und Rätezeit auf digital innovative und spielerische Art und Weise erkundet und experimentelle Zugänge zu den zentralen Ereignissen und Akteuren eröffnet.

Die Technologie Augmented Reality (AR) führt reale und digitale Elemente im Kameramodus zusammen. So werden in der App historische Einblendungen (Video/Bildquellen) vor Ort im Kameramodus realisiert. Zentraler Baustein der App sind aber auch interaktive Zugriffe, etwa das Skizzieren eines eigenen Denkmals vor Ort oder Quiz- und Gaming-Elemente mit Illustrationen auf den Spuren der Revolution und Rätezeit.
Der historische Raum wird durch AR zur Bühne narrativer Rekonstruktion und individueller Exploration. Medial-ästhetisches Faszinationspotential liegt einerseits im Verschmelzen digitaler und realer Elemente aber auch im zeichnerisch-anspruchsvollen Design der App.

Historische Bildquellen und Textmaterial sind ebenfalls integraler Bestandteil der App neben den spielerisch-kreativen Elementen.

Dies ist eine experimentelle und in diesem Format einzigartige Vermittlungsform welche individuelle, multisensorische und räumlich situierte Zugänge zwischen Kunst und Geschichte ermöglicht.

Zielgruppen der App sind Schülerinnen und Schüler (ab 5.Klasse), sowie Erwachsene mit Interesse an Kunst/Historie zu Revolution und Rätezeit.

Hinter der App steht ein interdisziplinäres Team zwischen It, Geschichtsdidaktik und Kunstpädagogik aber auch Design integriert die verschiedenen Expertisen zur Konzeption und Umsetzung der App.
Im Rahmen der geführten App-Exploration konnten Fragen zu Technik und Inhalt gestellt werden.

TERMINE: Januar/Februar 2019: Montag 28.1.2019, und Montag 4.2.2019, jeweils 15.00 Uhr (ca. 1,5 Std)

Treffpunkt war das Kurt Eisner Denkmal in der Kardinal Faulhaber Str.

Ausstellung zu Prozess & Umsetzung der Stadtführung
Ausstellungseröffnung: 06.05.2019, 14:00. Ausstellungsende: 17.05.2019

Historisches Seminar Schellingstr. 12
Vitrinen im Eingangsbereich, Bibliothek Historisches Seminar LMU München
Öffnungszeiten entsprechend Bibliotheksöffnungszeiten


Straßburg 2018 - Exkursionsbericht

Im Rahmen des Vertiefungskurses „Das Projekt ‚Europa‘ in der historisch-politischen Bildung“ fand vom 11.06. – 15.06.2018 eine Exkursion nach Straßburg statt. An dieser nahmen neben Herrn Prof. Dr. Barricelli, Herrn Prof. Dr. Markus Gloe und Herrn Dr. Liebrandt auch Herr Dr. Pöllath, Frau Miller sowie 40 Studierende teil.

Mit etwas Verzögerung und sehr viel guter Laune starteten wir am Montagmorgen mit dem Bus am Geschwister-Scholl-Platz nach Straßburg.
Der erste Plan war ein Zwischenstopp in der 50 km nördlich von Straßburg gelegenen Kriegsgräberstätte Niederbronn-les Bains einzulegen. Aufgrund eines Kommunikationsproblems kamen wir allerdings anstelle der anvisierten Kriegsgräberstätte direkt in Straßburg an. Wir fuhren sogleich weiter in Richtung Norden und genossen dank verschiedener Navigationssysteme – Smartphones und Bus – einige herrliche und lustige Momente im Wald bis klar war, wie es weiterging.

An der Kriegsgräberstätte angekommen erläuterte uns Herr Bernard Klein, der Leiter der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte, nicht nur einige Hintergrundinformationen bezüglich des Friedhofes, sondern kläre uns auch über die Aufgaben des Volksbunds für Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sowie das pädagogische Konzept der internationalen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte auf. Nach dem Beitrag hatten wir noch die Möglichkeit das Gelände selbst zu erkunden, bevor es dann nach Straßburg ging. Als dort alle in ihre Zimmer eincheckten und ein leckeres Abendessen im Hotel genossen, ließen wir den Tag gemütlich in einer Bar ausklingen.

Am nächsten Tag machten wir einen Stadtrundgang durch Straßburg, der von Studierenden vorab organisiert worden war. Wir besichtigten unter anderem die wunderschöne Straßburger Innenstadt, das Straßburger Münster und das Viertel „La Petite France“. Da das Wetter an diesem Tag leider nicht richtig mitspielte, wurden die Straßburger Universität und das jüdische Straßburg im Bus vorgestellt und wir verzichteten auf einen Besuch.

Anschließend fuhren wir weiter in die etwa zwei Stunden entfernte Gedenkstätte Hartmannswillerkopf, die während des ersten Weltkriegs eine bedeutende Rolle spielte. Nach dem Besuch des deutsch-französischen Museums erhielten wir eine Führung durch das Gelände des im Ersten Weltkrieg hart umkämpften Bergmassivs.

Am Mittwoch stand unser Besuch im Europäischen Parlament an. Zunächst hatten wir ein Gespräch mit der Europaabgeordneten Frau Prof. Dr. Niebler, die uns über ihre Aufgaben als Politikerin informierte. Anschließend fand eine Fragerunde statt, bevor wir dann eine Plenarsitzung besuchten durften.

Nach einer kurzen Mittagspause besichtigten wir am Nachmittag im Europäischen Parlament das Parlamentarium. Dort fand nach dem Rundgang auch ein 2-stündiges Rollenspiel statt, bei dem wir, aufgeteilt in unterschiedliche Gruppen, selbst als Politiker über bestimmte aktuelle Themen beraten und bestimmen durften.

Nach dem langen und sehr interessanten Tag im Europa Parlament fuhren wir zurück ins Hotel und ließen die bisherigen Exkursionstage bei einer Zwischenevaluation im Konferenzraum Revueé passieren. Dort fand auch noch ein Gespräch mit Herrn Bernd Posselt, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, statt. Er erzählte uns über seine langjährige Tätigkeit als Politiker. Anschließend ließen wir den Tag bei gemeinsamen Spielen, wie Tischkicker oder Mord in der Disco ausklingen.

Am Donnerstag fuhren am Vormittag zu unserem ersten Programmpunkt des Tages: der Elsass-Mosel-Gedenkstätte in Schirmeck. Das Museum der Gedenkstätte beschäftigt sich unter anderem auch mit der nationalsozialistischen Geschichte. Besonders interessant zu sehen war für uns, als angehende Lehrkräfte, die französische Darstellung dieser Geschichte, die wir sonst nur aus deutschen Museen oder Gedenkstätten kennen.
Begleitet wurde der Durchgang mit Tablets, die verschiedene Hintergrundinformationen über die Geschichte erläuterten und durch die Ausstellung führten.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus weiter zum zweiten Programmpunkt, der KZ-Gedenkstätte Natzweiler Struthof.  Wir besichtigten das große ehemalige KZ-Gelände, sowie die dortigen Ausstellungen. Auf der Rückfahrt nach Straßburg war es zum ersten Mal außergewöhnlich still, da uns der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers alle sehr beschäftigte.

Nach einer kleinen Auszeit und dem Abendessen verbesserte sich die Stimmung wieder und wir zogen nochmal in die Straßburger Innenstadt, um den letzten Abend der Exkursion ausklingen zu lassen.

Bevor es zurück nach München ging, fuhren wir am Freitag Vormittag noch zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Wir besichtigten das Gebäude und nahmen anschließend Platz in einem großen Plenarsaal, der mit einem Teppich, der die Farben und die Symbole Europas trug, ausgelegt war. Der Rechtsreferent der Kanzlei klärte uns über die Aufgaben des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf und beantwortete unsere Fragen dazu.
Nachdem die Besichtigung vorüber war, fuhren wir mit dem Bus den langen Weg zurück nach München.

Hinter uns liegt eine sehr schöne, gemeinschaftliche und vor allem interessante und aufschlussreiche Woche in Straßburg, an die wir uns alle gerne zurückerinnern. Ein besonders großer Dank geht an die Organisatoren Herrn Prof. Dr. Gloe und Herrn Dr. Liebrandt.

 

Workshop: Wahrnehmung, Missbrauch und Instrumenatlisierung des Islam 

Prof. Dr. Michele Barricelli, Dr. Hannes Liebrandt und Inci Özel

Der Workshop am 12.05.2017 verfolgte das Ziel, die gegenwärtige Wahrnehmung und Instrumentalisierung des Islam in der Gesellschaft zu reflektieren und im interdisziplinären Diskurs zu beurteilen. Während der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich sowohl inhaltlich mit dem Islam auseinanderzusetzen als auch methodische und kommunikative Ansätze in der schulischen Erziehung und Bildung kennenzulernen. Besonderer Fokus lag hierbei auch auf der Förderung interkultureller Lehrer- und Schülerkompetenzen, auf Ansätzen zur Konfliktlösung sowie der effektiven Gestaltung des Verhältnisses zwischen Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen.

 workshop

 

Straßburg 2017 - Exkursionsbericht

Bericht zur Exkursion: Straßburg vom 19. Juni bis 23. Juni 2017


Knapp dreißig Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München haben an einer Exkursion nach Straßburg teilgenommen. Die Exkursionsteilnehmer/innen setzten sich aus Studierenden der Fächergruppen Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde aus dem Mittelschullehramtstudium zusammen.


Begleitet wurde diese Exkursion von Dr. Hannes Liebrandt (Geschichtsdidaktik) und Prof. Dr. Markus Gloe (Didaktik der Sozialkunde). Zudem kamen im Laufe der Exkursion Prof. Dr. Michele Barricelli (Lehrstuhlinhaber Didaktik der Geschichte und Public History) und Dr. Robert Sigel (Landeszentrale für politische Bildungsarbeit) hinzu. Die Exkursion wurde von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bezuschusst.


Ziel der Exkursion war ein reger Austausch zwischen den einzelnen Didaktikfächern im Rahmen des GSE-Unterrichts an Mittelschulen. Zudem sollte im Zuge dessen ein Exkursionsleitfaden von den Studierenden erstellt werden, welcher Hilfestellungen für zukünftige Referendarinnen und Referendaren für eine Planung und Durchführung einer Exkursion nach Straßburg bereitstellen soll.


Die Exkursion stand schwerpunktmäßig unter dem Aspekt Straßburgs als europäische Hauptstadt.


Montag, 19. Juni 2017


Die Exkursion begann am Montagvormittag mit der Abfahrt von Fröttmaning Richtung Straßburg. Im Bus wurden bereits organisatorische Aspekte von Exkursionsleitern besprochen. Der Montag konnte dazu genutzt werden, dass sich die Studierenden selbstständig einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen konnten.

Dienstag, 20. Juni 2017


Am Dienstag nahmen die Studierenden an einer historischen Stadtführung durch Straßburg teil. Diese wurde von Herrn Klaus Gras veranstaltet. Es wurden bedeutende Orte innerhalb der Stadt besucht. Unter anderem zählten dazu das Johann-Knaut-Denkmal /Zeichen deutsch-französischer Freundschaft), der Schlossplatz und das Straßburger Münster. Die Bedeutung der Kathedrale in Bezug auf Schutz der Stadt, Weltlichkeit und Feierlichkeit in Frieden wurde von Herrn Gras besonders herausgestellt. Außerdem wurde die Statue von Johannes Gensfleisch, dem Erfinder des Buchdrucks besucht. Abschließend wurde in der Thomaskirche das Grabmal Moritz von Sachsen besichtigt.

Mittwoch, 21. Juni 2017


Am Mittwochvormittag brachen die Studierenden mit ihren Leitern zu einer Führung im Europäischen Parlament auf. Damit wurde ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Institutionen erkundet. Beim Europäischen Parlament handelt es sich um das Gesetzgebungsorgan der Europäischen Union. Nach einem einführenden Film über die Geschichte und die Aufgaben des Europäischen Parlaments und der Betrachtung eines Modells wurde das gerade entstehende Parlamentarium begutachtet, da dessen didaktische Bedeutung Relevanz für die Studierenden als angehende Lehrkräfte hat. Als weiterer wesentlicher Bestandteil wurde der Plenarsaal angeschaut, der den zentralen Kern des Europäischen Parlaments bildet. Zum Abschluss der Besichtigung genoss die Gruppe den Ausblick über Straßburg vom Dach des Europäischen Parlaments. Anschließend wurde der Europa-Parcour (Lieu d´Europe) begangen, welcher die Studierenden und ihre Leiter zum Europahaus führte, welches über die europäischen Institutionen informiert und somit Anlaufstelle für EU-Interessierte ist. Dabei hatten die Studierenden die Möglichkeit kostenlos Materialien für den Unterricht zu erwerben. Anschließend wurden die Studierenden typischerweise elsässisch verköstigt, bevor sie sich auf den Weg zur Kriegsgräberstätte Niederbronn begaben. Hier konnte das Feld mit den Gedenksteinen der gefallenen Soldaten in Ruhe betrachtet, erlebt und erfahren werden. Die Kriegsgräberstätte wird zu einer Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte ausgebaut. So kann in Zukunft pädagogisch und didaktisch die deutsch-französische Geschichte anhand von einzelnen Biografien betrachtet werden.

Donnerstag, 22. Juni 2017


Am Donnerstag wurde die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass besucht. Der Ort selbst ist in drei Elemente eingeteilt. Zum einen die Gedenkstätte, welche einen Ort der Erinnerung und Besinnung schaffen soll. Zum anderen finden Besucher auch das Museum, welches sich ausschließlich der Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler und seinen Nebenlagern widmet. Der Aufbau und die Organisation der Lager und das tägliche Leben der Deportierten werden an Hand einer Sammlung von Bildern, Dokumenten aus den Archiven und Originalgegenständen und Zeichnungen vergegenwärtigt. Vom Museum führt der Weg direkt zu den Überresten des Lagers. Zu den Überresten des Lagers zählen unter anderem der ehemalige Appellplatz, der Galgen, die ehemalige Küchenbaracke. Der weitere Weg durch das Lager führt entlang der Todesschlucht zum Block des Kremationsofens und dem Ort der medizinischen Experimente. Der Weg zur Gaskammer, die etwas außerhalb des Lagers liegt, führt über einen kurzen Fußweg dorthin.

Freitag, 23. Juni 2017


Zum Abschluss der Exkursion begab sich die Gruppe in den Europarat. Hierbei handelt es sich um ein Forum für Debatten über allgemeine europäische Fragen. Nach einem Rundgang und einem Vortrag, der zu einer Fragerunde und einer Diskussion einlud, wurde anschließend noch der Werbefilm des Europarats präsentiert: https://www.youtube.com/watch?v=c3nDhvLGHVA

 Hiermit endete die Exkursion und die Gruppe begab sich auf den Heimweg.

Im Anschluss zur Exkursion fand eine Nachbesprechung statt. Hierzu fanden sich erneut die Leiter der Exkursion, die Studierenden und Herr Sigel von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und eine abgeordnete Lehrkraft an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein, um die Exkursion zu reflektieren und über zukünftige Kooperationsformate zu sprechen. Im weiteren Verlauf des Seminars wurden die Exkursionsleitfäden fertig gestellt.

Bericht von: Teresa Matschiner, Marlene Kappelsberger

Workshop: Historisch basierte Hassrede im Internet

Prof. Dr. Michele Barricelli und Daniel Giere

Geschichtscheck_Logo_600

Derzeit kursieren in großer Zahl menschenfeindliche Äußerungen im Netz und anderen Medienformaten. Nicht selten begründen die Autorinnen und Autoren dabei ihre extremen Haltungen beispielsweise gegenüber Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund, generell bestimmten Konfessionen und Religionen, sozial Schwachen und physisch oder psychisch herausgeforderten Menschen (sowie jenen, die sich in unserer Zivilgesellschaft für sie einsetzen) mithilfe scheinbar historisch basierter Argumente. Extreme Verfälschungen oder Verzerrungen wissenschaftlich gesicherter Sachverhalte sind an der Tagesordnung; fachliche Zusammenhänge werden missachtet und historische „Fakten“ frei erfunden. Die Geschichte, auf die man sich, um Autorität für seine Aussagen zu erlangen, beruft, bleibt hier also meist pure, auch böswillige Imagination.
Es ist daher wichtig, dass gerade angehende Lehrkräfte des Faches Geschichte befähigt werden, mit unhaltbaren Vergangenheitsbezügen operierende Hassrede im Internet zu erkennen, zu dekonstruieren und entsprechende Gegenreden gegenüber den Diskutanten zu entwickeln. Allerdings sind auch Schülerinnen und Schüler bzw. überhaupt die jugendlichen Mediennutzer mit entsprechenden Kompetenzen zu versehen. Die entsprechenden Möglichkeiten einer aufklärenden Reflexion und die Entwicklung sinnvoller Handlungsoptionen waren Thema des am 1.2.2017 an der LMU vom Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History veranstalteten Workshops „Hass im Netz entgegentreten“.
Dafür luden Prof. Dr. Michele Barricelli und Daniel Giere im Rahmen eines Basiskurses Geschichtsdidaktik Theo Müller (Paris) ein; Müller wirkte in dem bis vor kurzem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekt GeschichtsCheck.de, das sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren sowie Lehrkräften bzw. Lehramtsstudierenden Mittel an die Hand zu geben, auf historisch basierte Hassrede im Internet angemessen und, wenn nötig, entschieden reagieren zu können. Gleichzeitig beleuchtete der Workshop Ansätze, um die von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägte Rede im Internet, sofern sie vom grundgesetzlichen Recht auf freie Meinungsäußerung noch gedeckt ist, im Rahmen universitärer Lehre als Beispiele nicht triftiger historischer Konstruktions- bzw. Sinnbildungsprozesse aufzugreifen und so zum Ausgangspunkt historischen Lernens für Experten und Novizen zu machen.
Das Projekt GeschichtsCheck.de wurde von Open History e. V. initiiert. Die beteiligten Historikerinnen und Historiker bieten auf ihrer Internetpräsenz Geschichtscheck.de weiterführende Informationen für alle Interessierten. In tief recherchierten Beiträgen wird über die häufigsten im Netz vorkommenden Argumentverdrehungen, falsch verwendete Begriffe und schlichte Lügen informiert. Das Projekt GeschichtsCheck.de stellt damit eine überaus nützliche Informationsquelle dar, die einen praktischen Werkzeugkasten gegen Hassrede im Internet bereithält.

 

Tagung: "Die Volksschulen sind regelmäßig konfessionelle Schulen." Das Schulwesen in Bayern und die Bekenntnisschule in München im 19. Jahrhundert

Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner

Angesichts des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 widmete sich eine Tagung unter dem Titel „Zwischen Verfolgung und Akzeptanz“ der Rolle des Protestantismus in München. Dabei spielt die Bekenntnisschule eine wichtige Rolle, deren Entwicklung und Bedeutung für München dargestellt wird. Der Tagungsband erscheint demnächst.