Didaktik der Geschichte
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Veranstaltungen

Tagung: Austausch der Praktikumslehrkräfte für Gymnasien und Realschulen

Verena Espach

Für die im Oktober 2017 stattfindende Austauschtagung sind folgende Themenschwerpunkte geplant: „Der neue bayerische Lehrplan PLUS“ und „Hitlers 'Mein Kampf' in der historisch-politischen Bildung“.

 

Workshop: Wahrnehmung, Missbrauch und Instrumenatlisierung des Islam 

Prof. Dr. Michele Barricelli, Dr. Hannes Liebrandt und Inci Özel

Der Workshop verfolgte das Ziel, die gegenwärtige Wahrnehmung und Instrumentalisierung des Islam in der Gesellschaft zu reflektieren und im interdisziplinären Diskurs zu beurteilen. Während der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich sowohl inhaltlich mit dem Islam auseinanderzusetzen als auch methodische und kommunikative Ansätze in der schulischen Erziehung und Bildung kennenzulernen. Besonderer Fokus lag hierbei auch auf der Förderung interkultureller Lehrer- und Schülerkompetenzen, auf Ansätzen zur Konfliktlösung sowie der effektiven Gestaltung des Verhältnisses zwischen Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen.

 workshop

 

Workshop: Historisch basierte Hassrede im Internet

Prof. Dr. Michele Barricelli und Daniel Giere

Geschichtscheck_Logo_600

Derzeit kursieren in großer Zahl menschenfeindliche Äußerungen im Netz und anderen Medienformaten. Nicht selten begründen die Autorinnen und Autoren dabei ihre extremen Haltungen beispielsweise gegenüber Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund, generell bestimmten Konfessionen und Religionen, sozial Schwachen und physisch oder psychisch herausgeforderten Menschen (sowie jenen, die sich in unserer Zivilgesellschaft für sie einsetzen) mithilfe scheinbar historisch basierter Argumente. Extreme Verfälschungen oder Verzerrungen wissenschaftlich gesicherter Sachverhalte sind an der Tagesordnung; fachliche Zusammenhänge werden missachtet und historische „Fakten“ frei erfunden. Die Geschichte, auf die man sich, um Autorität für seine Aussagen zu erlangen, beruft, bleibt hier also meist pure, auch böswillige Imagination.
Es ist daher wichtig, dass gerade angehende Lehrkräfte des Faches Geschichte befähigt werden, mit unhaltbaren Vergangenheitsbezügen operierende Hassrede im Internet zu erkennen, zu dekonstruieren und entsprechende Gegenreden gegenüber den Diskutanten zu entwickeln. Allerdings sind auch Schülerinnen und Schüler bzw. überhaupt die jugendlichen Mediennutzer mit entsprechenden Kompetenzen zu versehen. Die entsprechenden Möglichkeiten einer aufklärenden Reflexion und die Entwicklung sinnvoller Handlungsoptionen waren Thema des am 1.2.2017 an der LMU vom Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History veranstalteten Workshops „Hass im Netz entgegentreten“.
Dafür luden Prof. Dr. Michele Barricelli und Daniel Giere im Rahmen eines Basiskurses Geschichtsdidaktik Theo Müller (Paris) ein; Müller wirkte in dem bis vor kurzem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekt GeschichtsCheck.de, das sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren sowie Lehrkräften bzw. Lehramtsstudierenden Mittel an die Hand zu geben, auf historisch basierte Hassrede im Internet angemessen und, wenn nötig, entschieden reagieren zu können. Gleichzeitig beleuchtete der Workshop Ansätze, um die von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägte Rede im Internet, sofern sie vom grundgesetzlichen Recht auf freie Meinungsäußerung noch gedeckt ist, im Rahmen universitärer Lehre als Beispiele nicht triftiger historischer Konstruktions- bzw. Sinnbildungsprozesse aufzugreifen und so zum Ausgangspunkt historischen Lernens für Experten und Novizen zu machen.
Das Projekt GeschichtsCheck.de wurde von Open History e. V. initiiert. Die beteiligten Historikerinnen und Historiker bieten auf ihrer Internetpräsenz Geschichtscheck.de weiterführende Informationen für alle Interessierten. In tief recherchierten Beiträgen wird über die häufigsten im Netz vorkommenden Argumentverdrehungen, falsch verwendete Begriffe und schlichte Lügen informiert. Das Projekt GeschichtsCheck.de stellt damit eine überaus nützliche Informationsquelle dar, die einen praktischen Werkzeugkasten gegen Hassrede im Internet bereithält.

 

Tagung: "Die Volksschulen sind regelmäßig konfessionelle Schulen." Das Schulwesen in Bayern und die Bekenntnisschule in München im 19. Jahrhundert

Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner

Angesichts des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 widmete sich eine Tagung unter dem Titel „Zwischen Verfolgung und Akzeptanz“ der Rolle des Protestantismus in München. Dabei spielt die Bekenntnisschule eine wichtige Rolle, deren Entwicklung und Bedeutung für München dargestellt wird. Der Tagungsband erscheint demnächst.