Didaktik der Geschichte
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Forschungsprojekte

GeschichtePLUS

Prof. Dr. Michele Barricelli, Regina Bäck, Verena Espach und Dr. Hannes Liebrandt

Das Programm GeschichtePLUS regt Lehrveranstaltungen an, die in ihrer fächerübergreifenden Ausrichtung dem neuen LehrplanPLUS entsprechen.

GeschichtePLUS ist ein Teilprojekt des Projekts Lehrerbildung@LMU und wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Weiterführende Informationen unter: http://www.did.geschichte.uni-muenchen.de/geschichteplus/index.html

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Inklusion, Heterogenität, Diversität und historisches Lernen

Verena Espach

Das Forschungsprojekt untersucht seit 2014 zum einen die Chancen und Herausforderungen von Inklusion, Heterogenität und Diversität für historisches Lernen in Theorie und Praxis und soll aus fachdidaktischer Perspektive die Studierenden praxisorientiert auf eine „inklusive Geschichtsvermittlung“ in und außerhalb der Schule vorbereiten.

Seit dem Wintersemester 2015/16 besteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik der LMU München, um bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung den Grundstock für eine Zusammenarbeit von Regelschullehrkräften und Sonderpädagogen zu legen und eine inklusive Haltung bei Studierenden und Lehrenden zu entwickeln.

Durch diese Kooperation ist das Projekt eingebunden in das im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Lehrerbildung@LMU“ und darin im Schwerpunkt „Inklusionsdidaktische Lehrbausteine“ angesiedelt.

 

Mein Kampf in der historisch-politischen Bildung

Historisch politische BildungProf. Dr. Ulrich Baumgärtner

Im Zuge der Diskussion über den auslaufenden Urheberschutz und über die kritische Edition des Instituts für Zeitgeschichte stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Hitler Hetzschrift in der historisch-politischen Bildung. Im Rahmen eines Themenhefts der Bayerischen landeszentrale für politische Bildungsarbeit werden die damit zusammenhängenden Probleme erörtert und Anregungen für einen angemessenen Umgang geboten.

 

 

 

 

Der Nationalsozialismus im Schulbuch

Prof. Dr. Ulrich Baumgärtnerpolitische bildungsarbeit

Im Rahmen eines Publikationsvorhabens der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit werden aktuelle und historische Schulbücher im Hinblick auf die Darstellung des Nationalsozialismus untersucht.

 

 

Ein neues Geschichtsschulbuch für das bayerische Gymnasium

Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner und Verena Espach

Ein Autorenteam arbeitet an einer Überarbeitung des Geschichtsschulbuchs Horizonte für den neuen LehrplanPLUS.

 

Dissertation: Rezeption historischer Repräsentation digitaler Spielwelten

Daniel Giere, M.Ed.

CGAD23

Innerhalb der Pilotstudie (mixed method) sollen erste exemplarische Ergebnisse zur Rezeption historischer Repräsentationen in digitalen Spielen geliefert werden. Ausgerichtet an der Dimensionierung des Geschichtsbewusstseins nach Hans-Jürgen Pandel und den historischen Sinnbildungstypen nach Jörn Rüsen wird anhand eines aus den Daten angereicherten interdisziplinären Theoriemodells untersucht, inwiefern historisches Wissen bei der kognitiv-kritischen Auseinandersetzung mit Medieninhalten eine Rolle spielt. Ebenso ins Interesse rücken dabei metakognitive Reflexionsprozesse über das eigene historische Wissen. Letztlich sollen die empirischen Befunde in geschichtsdidaktische Kategorien überführt werden, um diese auch für Historisches Lehren und Lernen nutzbar zu machen.

 

Dissertation: "Das Recht mich zu richten, das spreche ich ihnen ab!" Der Selbstmord der NS-Elite 1944/45

Dr. Hannes Liebrandt

Selbstmord der NS-EliteAls in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ihrem Ende zuging, mündete der Wahn der Eliten des Regimes auch in selbstzerstörerischer Gewalt, wie die große Zahl von Suiziden unter den NS-Führern dokumentiert.

Überall dort, wo das Elend des Krieges die Bevölkerung erfasste, kam es zu Selbstmorden unter Angehörigen der NS-Führungsschicht – als Ausdruck ihrer eigenen Endzeitstimmung. Nicht nur Hitler und seine Handlanger flüchteten durch Selbstmord vor der Verantwortung für ihre Taten, sondern auch eine ganze Reihe weiterer prominenter NS-Funktionäre, die Europa und die Welt noch kurz zuvor in Angst und Schrecken versetzt hatten. 1945 sollte die Choreographie eines geschichtsträchtigen Kollektivuntergangs den illusionär gewordenen »Endsieg« ersetzen. Der Freitod der Eliten war ein Teil dieser Inszenierung.

 

https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-78696-8.html

 

Dissertation: Historischer Raum & produktive Gestaltungspotentiale durch Augmented Reality

Regina Bäck

Augmented Reality

Im Forschungsprojekt wird der Einsatz von AR-Formaten konkret an historischen Lernorten in München in Kooperation mit Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden untersucht. Der Fokus liegt hier nicht auf rezeptiven AR-Formaten mit fertigen AR Inhalten, sondern auf Konzepten zur Entwicklung gestalterisch-produktiver Zugänge via AR an historischen Orten.

Das Promotionsvorhaben ist aufgrund der Komplexität des Forschungsgegenstands aus der Perspektive der Kunstpädagogik mit interdisziplinären Bezügen anzusiedeln. Die Bezugswissenschaften Geschichtsdidaktik, Informationstechnologie & Wahrnehmungspsychologie werden neben den zentralen kunst-& medienpädagogischen Zugängen herangezogen.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Dissertation: Formen und Kontexte sexualisierter Gewalt gegen Männer in der griechischen und römischen Antike

Verena Espach

Sexuelle bzw. sexualisierte Gewalt ist ein allgegenwärtiges Phänomen. Das Spektrum reicht vom Missbrauch Schutzbefohlener über Vergewaltigung bis hin zu Genitalverstümmelung, Menschenhandel und Zwangsprostitution etc. Im Blickpunkt bei den Opfern sexueller Gewalt sind meist Mädchen und Frauen, bei Kindern scheinen zunehmend beide Geschlechter gleichermaßen betroffen zu sein. Es ist jedoch eine – wenn auch recht wenig beachtete – Tatsache, dass auch Männer Opfer sexueller Gewalt werden können und es auch wurden.

Die antiken Quellen bieten hierfür reichhaltiges Material und sprechen von Missbrauch in den verschiedensten Kontexten wie Abhängigkeitsverhältnissen, kriegerischen Auseinandersetzungen, in der Straf- und politischen Praxis. Antike Auffassungen von Macht und Ehre und die Konstruktion von Männlichkeit bzw. Unmännlichkeit und Körperlichkeit stellen wichtige Bezugspunkte dar und werden in die Untersuchung miteinbezogen.

Erstmalig wird der Versuch unternommen, Formen sexueller Gewalt gegen Männer in der griechischen und römischen Antike in einer Systematik zusammenzutragen, in ihre jeweiligen Kontexte einzuordnen, zu vergleichen und Hintergründe und Muster herauszuarbeiten. Damit soll ein erster Anfang gesetzt werden, ein Forschungsdesiderat der Alten Geschichte zu füllen, und ein Beitrag zur Erforschung der Zusammenhänge und Erscheinungsformen sexueller Gewalt als überzeitliches anthropologisches Phänomen erbracht werden.

 

Dissertation: Frühe Abolitionisten. Die Rezeption der antiken Sklaverei zur Zeit der schottischen Aufklärung und deren Einfluss auf die britische Abolitionsbewegung (1750-1833)

Christian Grieshaber

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Vor über 200 Jahren entstanden in Schottland Ideen, welche die Grundlage für die erste Menschenrechtsbewegung in der Geschichte bildeten. Diese Ideen waren das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung schottischer Gelehrter mit der antiken Sklaverei. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Antikenrezeption anhand von akademischen Diskursen und Freilassungsprozessen entlaufener Sklaven. Dabei wird deutlich, dass die Schotten nicht nur wesentliche Argumente für die parlamentarische Aufhebung von Sklavenhandel (1807) und Sklaverei (1834) in Großbritannien lieferten, sondern auch die Basis für die moderne Erforschung der Sklaverei schufen.

 

 

 

 

Sammelband: Sklaverei und Zwangsarbeit als Themen eines global orientierten Geschichtsunterrichts. Ein zentraler Beitrag zur Bildung eines globalen Geschichtsbewusstseins

Christian Grieshaber (Hrsg.)

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Sklaverei besteht seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte und ist in allen Völkerschaften bekannt. Der hohe Stellenwert der Sklaverei in der globalen geschichtskulturellen Auseinandersetzung zeigt sich zum einen an der Fülle großer Hollywoodproduktionen der letzten Zeit, die das Thema in den Mittelpunkt stellten (12 Years a Slave, Dido Elizabeth Belle, Django Unchained, Amazing Grace), sowie zum anderen an einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen, wie Michael Zeuskes Handbuch „Geschichte der Sklaverei“. Nimmt man die Nachrichten in den Medien bewusst zur Kenntnis, so weiß man, dass bis auf den heutigen Tag die Unfreiheit immer noch ein trauriges Kapitel von Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit in unserer globalisierten Welt darstellt. Der Sammelband, der das Ergebnis der geschichtsdidaktischen Tagung ”Die Sklaverei als Thema eines global orientierten Geschichtsunterrichts“ an der Universität Rostock dokumentiert, zeigt, dass eine Auseinandersetzung mit der Sklaverei sehr große Chancen bietet, Schülern und jungen Erwachsenen historisches Denken in der longue durée zu vermitteln. Dazu werden exemplarisch neue, für den Geschichtsunterricht bisher unbeachtete Perspektiven zur Geschichte des Abolitionismus, zur Kolonialgeschichte, sowie zur Geschichte des anderen deutschen Staates vorgestellt und daraus konkrete Fragestellungen und Unterrichtsvorschläge entwickelt.